SCHON GECHECKT?

It’s repairing your hair, they said
It’s good for the skin, they said

Are you kidding me?

Habt ihr schon mal auf die Inhaltsstoffe auf der Rückseite eurer Hautcreme oder eures Shampoos geschaut? Haufenweise Zeug steht da. Aber außer Aqua verstehe ich eigentlich nicht wirklich etwas.

Cera Microcristallina, Paraffin, Hydroxycitro… ach egal. Jeeede Menge Zeug halt. Aber wozu? Wohl kaum für die Pflege der Haut oder Haare. Wohl eher als Bindemittel, zur längeren Haltbarkeit oder zur kurzfristigen ästhetischen Verbesserung der Haut.

Seit längerer Zeit beschäftige ich mich schon mit dem Thema Naturkosmetik und finde mich nach und nach immer weiter hinein. Jetzt benutze ich weitestgehend nur noch Kosmetik- und Pflegeprodukte, die nahezu unbedenklich sind. Manchmal ist es sehr schwer, komplett bedenkfreie Produkte zu finden… Aber dabei helfe ich euch ja bald. 😉

 

Zurück zum Thema: Was steckt da nun alles drin? Ich zeige es euch einfach an einem visuellen Beispiel:

Ich habe eine beliebte Gesichtscreme unter die Lupe genommen, werde aber nicht verraten, welche es ist. Wer es wissen möchte, kann mir gerne privat schreiben – will hier ja niemanden bloßstellen.

 

 

Das Kreisdiagramm oben rechts bietet einen ersten Überblick, ob das Produkt als gut oder schlecht eingestuft wird. Darunter werden die Inhaltsstoffe – je nach dem wie bedenklich sie sind – in Gruppen eingestuft.

 

 

Die einzelnen Stoffe lassen sich ebenfalls anklicken – dahinter verbirgt sich eine ausführliche Erklärung über den Einsatz, die Wirkung und über mögliche Schäden, die der jeweilige Wirkstoff mit sich bringt.

 

Propylparaben

Problematik: Hormonelle Störungen wie ein Rückgang der Spermienqualität  wurden bei Tieren dokumentiert. Steht deshalb auf der Prioritätenliste der EU für hormonell wirksame Stoffe. In Dänemark in kosmetischen Produkten für Kinder unter 3 Jahren verboten.

Ok? Wieso setzt man es dann überhaupt noch ein? Vielleicht kann mir das ja jemand erklären.

Anderes Beispiel:

CI 19140

Problematik: Basierend auf Tierversuchen werden verschiedene aromatische Amine als krebserzeugend angesehen. Untersuchung ausstehend, mittleres Gesundheitsrisiko erwartet.

Also, schon mal auf Tierversuchen basierend… und auch noch Verdacht auf Krebserregung. Nope. Nicht für mich.

 

Oder: Styrene/acrylates copolymer

Einsatz: Wird zum Beispiel als Schleifmittel in Peelings genutzt

 

Problematik: Über die Kosmetik gelangt das Mikroplastik in Flüsse, Seen und Meere, da es von den Kläranlagen nicht vollständig zurückgehalten werden kann. Aus dem Wasser können die synthetischen Polymere nicht mehr entfernt werden. Plastik besitzt weiterhin die Eigenschaft, Schadstoffe an der Oberfläche anzureichern. Werden die kleinen Teilchen zum Beispiel von Meeresorganismen als Nahrung aufgenommen, können die Schadstoffe im Magen-Darm-Trakt wieder freigesetzt werden. Auch die Aufnahme in umliegendes Gewebe wurde festgestellt. So könnte Mikroplastik über die Nahrungskette auch zur Gefahr für seine Verursacher werden.

Isst man also die Fische, so landet das Mikroplastik in unserem Körper und setzt dich dort an.

 

What goes around comes around, lol.

 

Das waren jetzt drei von unzähligen Inhaltsstoffen, bei denen eine Problematik auftritt oder es in Verdacht steht. Dass man es einfach weiterhin nutzt, verstehe ich nicht – es geht ja auch anders.

Zurzeit kommen immer mehr naturkosmetische Produkte auf den Markt. Die Hersteller sind endlich aufgewacht! Und ich auch. Es ist nicht nur ein Trend. Es ist eine bewusste Lebensweise, in der man darauf achtet, was man konsumiert. Was drin steckt, woher es kommt, wie es sich auswirkt. Wir sind heutzutage so verblendet und bekommen vieles gar nicht mehr mit. Wer liest sich denn schon die Rückseite durch und googlet nach dem ganzen Zeug – viel zu viel Aufwand. 😀

Ich mach das zum Beispiel mit einer App. Sie heißt Codecheck und ist dazu da, Produkte und Lebensmittel zu scannen, um deren Inhaltsstoffe zu checken. Man kann einfach den Barcode scannen oder das Produkt manuell eingeben und suchen. Aus dieser App habe ich die Screenshots von vorhin gemacht.

Ich kaufe solche Produkte ohne vorher irgendetwas gescannt zu haben meist nicht mehr ein. Das Coole ist, sie zeigt zu den schädlichen Produkten direkt auch Alternativen an.

Ich kann es euch nur ans Herz legen, sie zu benutzen. Mittlerweile gibt es qualitativ sehr hochwertige und preisgünstige Produkte. Auch an die Männer: Hier ist nicht nur von Schminke die Rede. Scannt mal alles, was ihr habt: Spülmittel, Waschmittel, Deo, etc. Ihr werdet euch wundern!

Es kostet euch nichts – und gut tun wird es auch.

Kennt ihr noch andere Apps wie diese? Ich bin immer offen für noch mehr Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. 🙂

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