ROADTRIP

6 Tage, 8 Länder und 1000 schöne Momente

Ich habe lange nichts von mir hören lassen. Nach Abgabe meiner Thesis und somit dem Ende meines Studiums, habe ich mir eine kleine Auszeit gegönnt. Ich habe generell wenig Zeit am Handy oder PC verbracht. Ich hab’s einfach mal gebraucht und habe die Zeit genossen.

Nach dem Umzug von Würzburg habe ich, wie geplant, sehr viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht. Das war auch sehr nötig – und ich vermisse euch jetzt schon sehr! 😭

Aber so traurig ich bin, so schön sind alle Erlebnisse, die ich bisher gemacht habe (und sicherlich noch machen werde). Ich möchte jetzt ein bisschen von unserem Roadtrip erzählen. Es war sehr viel auf einmal – und unglaublich schön.

 

Erster Stop: Schweiz

Auf dem Weg von Frankfurt bis in die Alpen tat ich eines: SCHLAFEN! Erst als die Berge anfingen weiß zu werden, wurde ich allmählich wach. Und ab diesem Moment habe ich kein einziges Mal im Auto geschlafen. Es war mein erstes Mal in den Alpen und auch in der Schweiz. Wir sind den Splügen-Pass durchgefahren – also quer durch die Berge durch… und es war atemberaubend. Es ging immer höher und höher und weißer und weißer, bis schließlich alles um uns herum voller Schnee war. Aber es war nicht kalt, kein bisschen. Ich stand relativ leicht angezogen aus dem Dachfenster des Autos und habe nicht nur nicht gefroren, sondern wurde von der Sonne gewärmt. Die Landschaft zwischen/in den Bergen ist sehr schön. Ich habe stundenlang aus dem Fenster gestarrt.

Hier das Video zum Splügen-Pass

 

Erste Nacht: Mailand

Oh Milano, tu sei bellissima. Als wir gegen Nachmittag in Mailand ankamen schien die Sonne. Hier verbrachten wir unsere erste Nacht. Wir sind sowohl abends, als auch den halben nächsten Tag durch Mailand gefahren bzw. gelaufen. Und was soll ich sagen? Die Architektur der Häuser mit den malerischen Balkons ist wunderschön, die Leute ganz entspannt und die Pizza lecker. Der Mailänder Dom und der daneben gelegene Luxus-Shopping-Platz hat mir klar gemacht, wieso die Stadt eine Mode-Metropole ist. 😉 Ich muss sagen, ich hätte wirklich gerne mehr Zeit dort verbracht, um weitere Seiten Mailands entdecken zu können. Ich werde auf jeden Fall nochmal dort hin gehen. Was mir aufgefallen ist: Die Stadt ist sehr grün. Überall wo man hinguckt, stehen Bäume oder man sieht kleine Parks. Und was besonders war, ist das mehr oder weniger berühmte Hochhaus “Bosco Verticale”, das von oben bis unten komplett eingepflanzt ist. Ich als Pflanzen-Liebhaberin finde das uuuultra schön und denke, dass alle Häuser so aussehen sollten. 😍

Mailand Hochhäuser

 

Nächster Tag: Nizza 

Man glaub es nicht, aber bis Nizza und damit Frankreich, sind wir nun schon durch 6 Länder gefahren. Als ich das realisierte, wurde mir klar, wie klein die alle doch sind: Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Italien und zuletzt Frankreich.

Nizza, auch unglaublich schön. Bisher hatte ich es gar nicht sooo auf dem Schirm. Aber die Stadt ist wirklich süß. Hat einen gewissen Urlaubsflair, aber mit ein klein wenig Luxus. Wir sind mehrmals durch die ewig lange Strandpromenade gefahren und irgendwie erinnert es mich (ich war noch nie dort) an eine französische Art des Santa Monica Pier in LA.

Promenade von Nizza

 

Monaco und Cannes:

Da Monaco quasi auf dem Weg liegt (ca. 20 km von Nizza entfernt) haben wir uns das auch gleich reingezogen. Monaco das Miniminimini-Königreich mit der (einzigen?) Stadt Monte Carlo. Ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht… Das Land oder genauer gesagt die Stadt besteht gefühlt aus einer einzigen, nicht gerade langen Straße. Auf der einen Seite das Meer und die Küste, auf der anderen Seite Casinos, unzählige Hotels und der Berg. Ich weiß nicht, ich hatte etwas extravagantes oder etwas mehr Luxus erwartet. Auch das Schloss, in dem Königsfamilie lebt, sah für mich nicht aus wie ein richtiges Schloss… Aber eins muss ich sagen: Die Sicht von dort oben war dennoch wunderschön.

Cannes liegt auf dem Weg von Nizza nach Montpellier. Auch hier hatte ich aufgrund der bevorstehenden und berühmten Filmfestspiele und Galas den Eindruck, es hätte etwas Sehenswerteres anzubieten. Aber nicht wirklich… Die Stadt sah aus wie jede Beliebige an der Côte d’Azur. Nur einen Tag später war Cannes übrigens voller Promis, Influencer und und und… Das hätte ich gerne gesehen. Mist.

Sieh dir Monaco an.

 

Französischer Nationalpark Calanques:

Dieses Ziel hatte ich mir extra vorgenommen. Dort gibt es eine ultraschöne und naturbelassene Bucht, die ich unbedingt sehen wollte. Und ich habe auch alles dafür getan, dass wir dort hinfahren. Es verlief allerdings nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Auf dem Parkplatz angekommen, stellte sich heraus, dass man nicht hineinfahren konnte. Das war ein Problem, da die Oma meines Freundes schon etwas älter ist und den Weg bis zur Bucht nicht laufen konnte.

An dieser Stelle: Respekt an die Oma meines Freundes, die sich mit ihren 87 Jahren dazu entscheidet, einen Roadtrip mit uns zu machen, der insgesamt fast 2 Wochen dauert. Ich hoffe, ich werde genauso fit sein, wie sie!

Jedenfalls mussten wir somit zu Fuß dort hinlaufen. Weil mein Freund sich dachte: “Komm, wir laufen einfach QUER ÜBER DEN BERG” und wir so: “JA OK”, liefen wir also den Berg hoch… aber auf der anderen Seite nicht wieder runter. Irgendwo weit oben wurde der Berg immer steiniger und bewachsener, dass wir irgendwie an ihm seitlich wieder entlang der unbewachsenen Steinflächen runter marschiert sind. (Und wir dachten uns, wir sparen Zeit…) Mit einigen mehr oder weniger starken Kratzern an den Beinen liefen wir nun die Straße runter entlang zur Bucht. Es waren einige Kilometer, aber ich weiß nicht genau wie viele. Ich hatte da schon keinen Bock mehr, den ganzen Weg wieder HOCH zu laufen. Zudem hatte ich zu enge Schuhe an, was sich beim Bergsteigen und dem Runterlaufen der Straße erst so richtig bemerkbar gemacht hat.

Aber Schluss mit dem Negativen: Als wir endlich dort angekommen sind, konnten wir eine wirklich sehr, sehr schöne, wenn auch kleine Strandbucht sehen. Das Wasser war sehr klar aber leider auch kalt. Die Felswände waren extrem hoch und der Anblick magisch. Der Weg hatte sich also mehr als gelohnt. Kleiner FunFact: Die Straße war irgendwie doch befahrbar und die Mutti fuhr zusammen mit der Omi entlang der Straße, um ums abzuholen. Ich konnte mir die lange Straße nach oben zurück also sparen. YAY 🙂

Die Sicht vom Berg & Die Bucht von Calanques

 

Montpellier:

In Montpellier waren wir leider auch nicht allzulange. Irgendwie waren wir (wie so oft) ständig damit beschäftigt, Lebensmittel einzukaufen. Nicht, dass ich es nicht lieben würde. 😉 Das, was ich von Montpellier gesehen habe, hat mir allerdings gereicht, um zu sagen, dass es ebenfalls eine Stadt mit Wow-Effekt ist. Seht es euch selbst an.

Montpellier bei Nacht

 

Das Ziel: Barcelona

In Barcelona angekommen, ging es direkt weiter mit dem Sightseeing. Wie das Leben hier ist und wie es uns geht, verrate ich jedoch im nächsten Blogbeitrag. Aber bis dahin:
Es ist kinda ghetto, kinda big, kinda multikulti und kinda beautiful.

All diese Städte habe ich übrigens zum ersten Mal erlebt – Barcelona inklusive. Und hiermit möchte ich mich bei den Menschen, die dabei waren nochmals herzlich bedanken. Es war wunderschön mit euch. ❤️

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