Mineralische Sonnencremes

Sonnenschutzmittel, die unschädlich und gut für die Haut sind

Naturkosmetische Sonnenmittel, die nicht nur unschädlich sind, sondern zusätzlich pflegen? Ja, die gibt es. Zugegeben, sie sind etwas teurer als herkömmliche Mittel, die es überall zu kaufen gibt – aber Qualität hat hier nun mal seinen Preis. Und ganz ehrlich, lieber gebe ich ein paar Euro mehr aus und schütze meine Haut so gut es geht, als dass ich in einigen Jahren ein trockenes und geschädigtes Hautbild trage.

In meinem letzten Beitrag Natürlicher Hautschutz im Sommer habe ich bereits darüber geschrieben, wie man sich und seine Haut im Sommer von Innen schützen kann. Ich habe ebenfalls schon angedeutet, dass es Unterschiede in Sachen Sonnenschutzcreme gibt: Mineralische vs. Chemische.

Das Problem bei chemischen Mitteln ist, wie der Name bereits verrät, dass sie eben nicht aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen, sondern aus synthetischen Stoffen. Und wie wir alle wissen oder es uns denken können, kann das nicht besonders gut für die Haut sein – langfristig gesehen jedenfalls nicht. Ich erkläre noch einmal kurz, welchen Unterschied es zwischen diesen beiden Arten gibt:

  • Chemische Mittel enthalten UV-Filter wie Octocrylene oder Ethylhexyl Methoxycinnamate, die über die Haut in den Körper gelangen. Sie reflektieren die schädlichen Strahlen nicht, sondern wandeln sie um, sodass sie nicht mehr gefährlich für uns sind.
    • Vorteile:
      – Können einen höheren Lichtschutzfaktor erreichen
    • Nachteile:
      – stehen unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein und Allergien auslösen zu können
      – enthalten zudem oft Parabene als Konservierungsmittel, die ebenfalls einen Einfluss auf das Hormonsystem haben können (Achtung: Tierversuche)
      – brauchen erst einige Zeit, bis sie wirken. Eine 100%ige Wirkung wird erst nach 20-30 Minuten erreicht
      – zersetzen sich nach 3-6 Monaten, müssen also jedes Jahr neu gekauft werden
      – hinterlassen Rückstände in der Umwelt, in Fischen und in der Muttermilch

 

  • Mineralische Mittel oder auch physikalische Filter legen sich auf die Hautoberfläche und reflektieren die UV-Strahlen – wie kleine Spiegel. Die Partikel bestehen aus winzigen Metalloxiden wie z.B. Titandioxid oder Zinkoxid. Meist sind mineralische Sonnencremes deshalb weiß und hinterlassen zunächst einen weißen Film auf der Haut – dieser verschwindet mit der Zeit allerdings wieder.
    • Vorteile:
      – Schutz tritt ab der ersten Sekunde ein
      – gut verträglich, auch für Allergiker
    • Nachteile:
      – nicht so einfach aufzutragen, wie chemische UV-Filter
      – extrem hoher LSF eher schwierig
      – manche enthalten Nanopartikel. Diese stellen möglicherweise ein gesundheitliches Risiko dar.

Am besten ist es allerdings, sich im Schatten zu sonnen. Denn auch hierhin gelangt bis zu 90% der UV-Strahlung, weswegen man trotzdem braun werden kann. Man setzt sich nicht dem direkten Sonnenlicht aus, so dass es weitaus weniger Schäden verursacht. Außerdem wirkt die Bräune nachhaltig und verschwindet nicht nach ein paar Stunden wieder.

Wer sich dennoch lieber in die Sonne legen möchte, kann sich an folgender Liste mit mineralischen Cremes orientieren:

 

LAVERA – Sonnenspray mit LSF 20

COOLA – duftneutrale Gesichtspflege LSF 30

ANNEMARIE BÖRLIND – Sonnenmilch mit LSF 30

EQ – Sonnenschutz für die Lippen LSF 30

ALGA MARIS – Sonnenlotion für Kinder LSF 50

 

All diese Mittel sind naturkosmetisch, vegan und tierversuchsfrei. Sie enthalten keine Nanopartikel und sind frei von Parfümen. Beim LSF gilt: mehr ist mehr.

Eins könnt ihr euch merken: Was nicht für Kinder empfohlen wird, ist auch nicht gut für euch. Das gilt generell für alle kosmetischen Produkte, aber auch Lebensmittel. Denn häufig finden sich in solchen Produkten Stoffe, die sich auf irgendeine Weise negativ auf den Körper auswirken können. Und auf diese können wir gut verzichten.

Mit den oben genannten Schutzmitteln seid ihr allerdings auf der sicheren Seite. ☺️ Was benutzt ihr so, um euch gegen UV-Strahlen zu schützen?

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